Einleitung
Roll20 entsteht dank der Beiträge der Community: talentierte Leute, die Charakterbögen, Makros, Mod-Skripte und andere Werkzeuge erstellen, die die Plattform für alle besser machen. Das Ziel dieser Richtlinie ist der Schutz und die langfristige Nachhaltigkeit dieser kreativen Gemeinschaft.
Auch wenn generative KI-Werkzeuge mittlerweile fester Bestandteil moderner Arbeitsabläufe sind, bleibt es unsere Priorität, die authentische menschliche Kreativität innerhalb des Roll20-Ökosystems zu bewahren. Wir erkennen an, dass diese Technologien verantwortungsbewusst eingesetzt werden können, um menschliche Urheberschaft zu ergänzen, statt sie zu ersetzen, und dass ein vollständiges Verbot nicht praktikabel wäre. Daher zielt diese Richtlinie darauf ab, einen Ausgleich zwischen dem Nutzen dieser Werkzeuge und unserem Bestreben zu schaffen, sicherzustellen, dass alle kreativen Inhalte, die über offizielle Roll20-Kanäle geteilt werden, das Ergebnis echter menschlicher Arbeit sind.
Diese Richtlinie legt klare Regeln fest, was erlaubt ist und was nicht. Beiträge, die dieser Richtlinie entsprechen, müssen den Einsatz von KI nicht gesondert offenlegen.
Geltungsbereich
Diese Richtlinie gilt für Beiträge, die über die unten aufgeführten offiziellen Roll20-Kanäle veröffentlicht werden. Das gilt nicht für benutzerdefinierte Mod-Skripte, die Nutzer in ihren eigenen Spielen verwenden möchten und die nicht über diese Kanäle bereitgestellt werden.
- Charakterbögen der Community
- Vom Verlag eingereichte Charakterbögen
- Mod-Skripte, die bei der Roll20-Mod-Bibliothek eingereicht wurden
Für den Roll20-Marktplatz gilt eine separate Richtlinie; er wird hier nicht behandelt.
Über alle diese Kanäle hinweg gilt diese Richtlinie für alle folgenden Arten von nutzergenerierten Inhalten:
- Technische Ressourcen: HTML, CSS, JavaScript und Mod-Skripte.
- Geschriebener Text: Beschreibungen, kundenseitige Dokumentation, Text im Bogen sowie jede andere für Menschen lesbare Sprache, die zur Unterstützung des Bogens oder Skripts verwendet wird.
- Visuelle Ressourcen: Grafiken, Symbole, Illustrationen, Hintergründe und andere Bilder.
Was diese Richtlinie abdeckt
Diese Richtlinie betrifft generative KI, wozu Technologien wie große Sprachmodelle (LLMs) und Diffusionsmodelle gehören – also die Kategorien von Werkzeugen, mit denen aus Eingabeaufforderungen Texte und Bilder generiert werden.
Das gilt nicht für andere Technologien, die manchmal unter dem weit gefassten Begriff „KI“ oder „maschinelles Lernen“ zusammengefasst werden. Beispielsweise fallen prozedurale Generierung und traditionelles maschinelles Lernen nicht in den Geltungsbereich dieser Richtlinie.
Technische Inhalte
Technische Ressourcen wie HTML, CSS, JavaScript und Mod-Skripte dürfen mit generativen KI-Werkzeugen erstellt oder unterstützt werden. Wir sind uns bewusst, dass diese Werkzeuge mittlerweile fester Bestandteil der Programmierung sind, und wir verbieten ihre Nutzung hier nicht.
Diese Erlaubnis ist an eine Bedingung geknüpft: Die Person, die das Werk einreicht, trägt die volle Verantwortung für die Qualität und Funktionsfähigkeit aller eingereichten Inhalte, unabhängig davon, wie diese erstellt wurden. Die Verantwortung wird dadurch weder gemindert noch mit dem Werkzeug geteilt. Sollte sich ein KI-generiertes Skript fehlerhaft verhalten, ein Sicherheitsrisiko darstellen, die Rechte an fremden Werken verletzen oder anderweitig nicht den Standards von Roll20 entsprechen, behält sich Roll20 das Recht vor, dieses Skript aus der Roll20-Mod-Bibliothek zu entfernen.
Aus diesem Grund raten wir dringend vom „Vibe-Coding“ ab (also davon, Code anhand einer Eingabeaufforderung zu generieren und ihn einzureichen, ohne wirklich zu verstehen, was er bewirkt). Mitwirkende müssen in der Lage sein, den gesamten Code, den sie einreichen, zu lesen, zu erklären, zu debuggen und dafür einzustehen. KI kann dir beim Schreiben von Code helfen; sie kann jedoch keine Verantwortung dafür übernehmen.
Kreative Inhalte
Kreative Inhalte müssen von der Person stammen, die das Werk einreicht, oder von den menschlichen Teamkollegen, mit denen sie bei der Erstellung zusammengearbeitet hat. Das umfasst alle kreativen geschriebenen Texte sowie alle Audio- und visuellen Ressourcen, einschließlich Grafiken und Musik. Der Einsatz von KI zur Erstellung technischer Dokumentationen ist jedoch erlaubt.
Die entscheidende Voraussetzung ist die Urheberschaft: Der kreative Inhalt – die Worte, die Bilder, das Design – muss von einer Person stammen.
Generative KI-Werkzeuge dürfen eingesetzt werden, um bei Arbeiten zu helfen, die bereits von einem Menschen erstellt wurden. Zu den zulässigen Hilfestellungen gehören das Redigieren, Korrekturlesen, Nachbearbeiten und Formatieren. Es ist zum Beispiel erlaubt, ein KI-Werkzeug zu nutzen, um Tippfehler in von Menschen verfasster Dokumentation zu finden oder die Formatierung von von Menschen verfassten Texten zu bereinigen. Ein solches Werkzeug zu verwenden, um diesen Text vollständig zu schreiben oder diese Grafik zu erstellen, ist hingegen nicht erlaubt.
Offenlegung
Mitwirkende, deren einzelne Beiträge dieser Richtlinie entsprechen, müssen nicht offenlegen, ob oder wie KI-Werkzeuge eingesetzt wurden. Diese Richtlinie legt fest, was zulässig ist; solange ein Beitrag diesen Regeln entspricht, ist keine gesonderte Angabe zur KI-Nutzung bei jeder Einreichung erforderlich.
Umgekehrt sollten Beiträge, die in keiner Weise KI nutzen, in ihrer Beschreibung und ihren Werbetexten ausdrücklich darauf hinweisen, dass sie „No-AI“ sind.
Durchsetzung
Beiträge, die gegen diese Richtlinie verstoßen, werden gelöscht. Dazu gehören kreative Inhalte, die nicht aus menschlicher kreativer Arbeit hervorgegangen sind, sowie technische Beiträge, bei denen Mitwirkende nicht in der Lage oder nicht bereit sind, die Verantwortung für den eingereichten Code zu übernehmen. Die Nichteinhaltung dieser Richtlinien oder falsche Angaben darüber, wie KI eingesetzt wurde, können dazu führen, dass der betreffende Bogen oder das betreffende Mod-Skript dauerhaft aus dem Verzeichnis entfernt wird. Wiederholte Verstöße in böser Absicht können zu einem dauerhaften Ausschluss von der Einreichung von Paketen für die offizielle Aufnahme führen.